Sorry

Du verwendest noch die Version 7 des Internet Explorers, die bald 10 Jahre alt und unsicher ist.
Aus technischen Gruenden koennen wir diese Version nicht unterstuetzen.
Bitte aktualisiere deinen Internet Explorer und komm dann wieder (es ist gratis).

Jetzt aktualisieren

Unsere Redakteure

Immer wieder spalten verschiedene Themen unserer Fans in unterschiedliche Lager. In der Kategorie “Redakteure Talk” äußern sich jeweils zwei nordische-kombination24.de Redakteure. Sie argumentieren. Dafür oder dagegen…

 

 

Christian Schröder 

 

D80_0145

 

 

 

Mit gerade einmal sechs Jahren stand Christian Schröder zum ersten Mal auf einer Skisprungschanze. Das Skispringen liegt in der Familie, sozusagen in den Genen: Sein Großonkel Dieter Neuendorf war in den 1960er Jahren ein international erfolgreicher Skispringer in der damaligen DDR: sein größter Erfolg – Vizeweltmeister von der Normalschanze 1966 bei der Nordischen Ski WM in Oslo. Auch sein Cousin Andreas war ein erfolgreicher Skispringer. „Mein Onkel und mein Cousin waren große Vorbilder für mich“, erinnert sich Schröder, „mein Onkel hat meine Begeisterung für das Skispringen geweckt und die hat mich lange Jahre begleitet.“

 

Passionierter Skispringer

 

Und so kam es, dass Christian Schröder sich mit sechs Jahren erstmals von einer Schanze in seinem Heimatort Ruhla unter dem kritischen Blick seines Trainers Klaus Baacke in die Tiefe stürzte. Dank seines Talents durfte er mit 13 Jahren auf das Sportgymnasium in Oberhof wechseln, wo er Schule und Sport bestens miteinander verbinden konnte. Als erfolgsversprechender Nachwuchsskispringer des Sportclubs Motor Zella Mehlis tourte Schröder von Skispringen zu Skispringen und hat viele Skisprungschanzen gesehen. Seine größten Erfolge feierte der heute 38-Jährige Ende der 1980er Jahre: Beim Skispringen in Lauscha im heimischen Thüringer Wald stand Schröder ganz obern auf dem Treppchen, im polnischen Zakopane wurde er zweiter. „Die Zeit im Skisprung-Zirkus war anstrengend aber auch sehr schön, daran werde ich mich immer gerne erinnern. Die Medaillen und Pokale, die ich damals gewonnen habe, haben immer noch einen Ehrenplatz bei mir zuhause“, so Christian Schröder heute mit einer gewissen Portion Wehmut im Rückblick auf seine sportliche Karriere.

 

 

Im Jahr 1996/97 sagte der Thüringer dem aktiven Skispringen adé. Als Zeitsoldat bei der Bundeswehr waren die intensiven Lehrgänge zeitlich nur noch schwer mit den hohen Anforderungen des Leistungssports zu vereinbaren. Bei einem schweren Sturz von der Schanze in Klingenthal hatte er sich zudem einen Nierenriss zugezogen; nach dieser schweren Verletzung war es für ihn nicht mehr so einfach, zu hundert Prozent das Risiko einzugehen, das man auf der Skischanze braucht.
Doch seiner Leidenschaft – dem Sport – blieb er weiterhin treu. Während seiner Zeit bei der Bundeswehr machte er den Trainerschein und arbeitete anschließend in Österreich beim SC Seefeld als Langlauftrainer im Jugendbereich.

 

Schwere Sportverletzung

 

In Österreich lernte Schröder den ehemaligen Fußball-Profi Wolfgang Schäfer von Bayer Uerdingen kennen. Gemeinsam bauten beide eine Fußballschule in Maurach am Achensee auf. Und hier passierte es dann eines Tages. Bei einem Trainingsspiel verletzte Schröder sich schwer: Schien- und Wadenbein waren gebrochen, Innen- und Außenbänder gerissen, das Sprunggelenk dahin. Von heute auf Morgen war es vorbei mit dem Sport. „Mit dieser Verletzung begannen die Ärzte-Odyssee und meine Leidensjahre“, resümiert der ehemalige Leistungssportler. Da nach der ersten Operation die Knochen schief zusammengewachsen waren, kam es zu einer dauerhaften Fehlstellung im Fuß und der Knorpel zwischen den Gelenken nutzte sich ab. Knochen rieb auf Knochen – und das schmerzte. Insgesamt acht Operationen mit anschließender Rehabilitation und Physiotherapie musste Schröder über sich ergehen lassen. „Ohne Gehstock konnte ich kaum noch laufen, die Schmerzen waren mein ständiger Begleiter.“ Im April 2014 lag der Ex-Skispringer, der inzwischen in Berlin eine Agentur für Sportmarketing betreibt, letztmals unter dem Messer – zum achten und hoffentlich vorerst letzten Mal.

 

Erneuter Einstieg in den Wintersport aber hinter den Kulissen

 

Nachdem Schröder eine Ausbildung im Gesundheitsmanagement beendete zog es ihn zurück zum Sport aber diesmal hinter den Kulissen.



Diese Seite teilen: